Geschichte des Diözesanarchivs

Die Geschichte des Diözesanarchivs St. Pölten beginnt eigentlich schon mit der Gründung der Diözese im Jahre 1785: seit damals bestand die Konsistorialkanzlei, wobei natürlich auch ein Archiv notwendig wurde. 1796/97 wurden ein Urkunden- und ein Matrikenarchiv errichtet. Bis zum 20. Jahrhundert wurden die einzelnen Sammlungen und Bestände nur manchmal intensiver durch einzelne Kleriker neu geordnet und betreut. Das Archiv in seiner heutigen Form als selbständiges Institut im Rahmen des Bischöflichen Ordinariates besteht seit 1961 und wurde damals von Dr. Gerhard Winner übernommen, der nach einer neuerlichen Ordnung und Neuaufstellung der Bestände 1962 ein ausführliches Archivinventar veröffentlichte.

1995 übernahm Dr. Thomas Aigner die Leitung des Diözesanarchivs und leitete damit eine neue Ära ein, die durch eine intensive Nutzung moderner Informationstechnologien geprägt ist: im Jahr 2000 wurde lange vor anderen Archiven in Österreich erstmals das Archivinformationssystem online gestellt, 2002 das Urkundendigitalisierungsprojekt Monasterium.Net initiiert und 2008 schließlich das Kirchenbuchportal Matricula eingerichtet. Und 2010 eröffnete das Diözesanarchiv schließlich als erstes österreichisches Archiv einen Facebook-Auftritt. Die Teilnahme und tw. Leitung mehrerer EU-Projekte haben das DASP zu einer auch international beachteten Einrichtung gemacht.

Archivräume in den 1960er Jahren
Archivräume in den 1960er Jahren

Bis September 2006 war das Diözesanarchiv im ersten Stock des Kreuzgangs untergebracht und erfuhr wiederholt räumliche und bauliche Veränderungen. Danach zog das Archiv in ein neu errichtetes Gebäude in der Klostergasse 10 und präsentiert sich seitdem in zeitgemäßem Gewand: es verfügt nun über größere Depot- und Büroräumlichkeiten und bietet auch seinen Benützern mehr Platz und Komfort.

Die heutigen Büroräume (seit 2006)
Die heutigen Büroräume (seit 2006)