25. April 2018, Vortrag "Reformation in klösterlicher Historiographie"

25. April 2018, 18.30-20.00 Uhr, Institut für Geschichte, Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien, Hörsaal 30

Ralph Andraschek-Holzer (St. Pölten/Wien): Die Reformation in der klösterlichen Historiographie Niederösterreichs
Moderation: Thomas Aigner

In der sich mit dem Thema Klöster und Reformation beschäftigenden Geschichtsschreibung begegnen Texte, die sich zwischen den Polen „Das Gift der neuen Irrlehren ist mittlerweile im Verborgenen fortgekrochen [...]." und „Der Boden für das rasche Umsichgreifen des Protestantismus war auch in Österreich schon hinreichend vorbereitet [...].", bewegen, also zwischen heftigem Polemisieren und besonnenem Explizieren.
Nun erhebt sich die Frage, wie repräsentativ diese beiden Positionen sind, in welchem Zusammenhang solche Passagen figurieren und ob Konstanten, etwa hinsichtlich klösterlicher „Haustraditionen", geortet werden können.
Die Materialgrundlage bildet ein Corpus aus 54 ausgewählten Texten, welche zwischen 1780 und 1955 entstanden sind; als Bezugsraum fungiert das Bundesland Niederösterreich und dessen Ordenslandschaft.
Zu zeigen ist,
- wie das Eindringen der Reformation in die Region dargestellt wird,
- wie die Position der Autoren zu dieser Thematik zu definieren ist,
- mit welchen Mitteln die Autoren arbeiten,
- inwieweit Polemiken Sachverhalten oder bestimmten Personen, etwa Martin Luther, gelten.

Zum Vortragenden:
Ralph Andraschek-Holzer, Mag. Dr. phil., geb. 1963 in Horn, NÖ, leitet die Topographische Sammlung der Niederösterreichischen Landesbibliothek in St. Pölten. Er unterhält eine rege Ausstellungs- und Publikationstätigkeit; Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Topographische Ansichten und das historische Klosterwesen. Das wissenschaftliche OEuvre des in Wien lebenden Autors umfasst über 130 Arbeiten.