Benützungsordnung

• Jede/r Benützer/in hat bei der Leitung des Archivs eine Genehmigung zur Einsicht in die Archivbestände einzuholen. Dabei ist ein gültiger Personalausweis vorzulegen und ein Benutzerschein auszufüllen, in dem Zweck und Gegenstand der Forschungen genau anzugeben sind. Die Genehmigung gilt jeweils nur für den angegebenen Forschungsgegenstand.

• Der Benützerraum ist nur während der Amtsstunden Montag bis Donnerstag zwischen 8.30 und 12.00, 13.00 und 16.00 Uhr zugänglich. Damit eine reibungslose Benützung der Archivalien gewährleistet werden kann, ist eine vorherige Anmeldung empfehlenswert.

• Jede/r Benützer/in hat einen Benützerschein auszufüllen. Die archivnotwendigen Kenntnisse (insbesondere im Lesen) werden vorausgesetzt. Die Inanspruchnahme des Personals beim Lesen und übersetzen ist nur in Ausnahmefällen möglich. Im Benützerraum ist lautes Sprechen zu vermeiden, Essen, Trinken und Rauchen strikt untersagt. Die Verwendung von Kleincomputern ist gestattet. Taschen und Mäntel sind an der dafür vorgesehenen Garderobe abzulegen.

• Die Archivalien sind mit den dafür vorgesehenen Bestellscheinen beim Archivpersonal anzufordern. Die Benützung derselben ist nur im Benützerraum und im Sonderleseraum möglich. Die Ausgabe der Archivalien erfolgt nur zwischen 8.30 und 9.30, und 13.00 und 14.00. Pro Tag werden pro Person höchstens 6 Stück Archivalien ausgehoben. Matrikenduplikate und Archivalien, die unter die Archivsperre fallen, werden nicht ausgegeben.

• Der/die Benützer/in ist verpflichtet, die vorgelegten Archivalien und Bücher mit Schonung zu behandeln. Die vorgelegten Schriftstücke müssen in derselben Reihenfolge und in demselben Zustand, in dem sie ausgehändigt wurden, wieder zurückgegeben werden. In keinem Fall darf ein/e Benützer/in Schriftstücke, auch wenn sie an falscher Stelle eingefügt sein sollten, eigenmächtig umlegen. Es ist streng untersagt, die Archivalien sowohl zu beschreiben, als auch als Schreibunterlage zu benützen. Der Austausch von Archivalien unter den Benützern ist nur mit Wissen der Aufsichtsperson erlaubt.

• Es wird empfohlen, nur mit Bleistift zu schreiben; bei der Benützung bestimmter Bestände kann von der Leitung des Archivs die Verwendung eines solchen verlangt werden.

• Die Anfertigung von Fotokopien ist nur beschränkt möglich, sofern es der Erhaltungszustand der Archivalien zulässt. Bücher (besonders Pfarrmatriken, Handschriften, Inkunabeln und Werke, die vor 1850 erschienen sind), Urkunden und Akten mit Siegelabdrücken können grundsätzlich nicht kopiert werden.

• Für Familienforscher gelten die Bestimmungen des Personenstandsgesetzes. Die Verwertung des bei der Matrikeneinsicht gewonnenen Materials zu gewerblichen Zwecken, ferner zu Zwecken der Propaganda, Reklame und dgl. ist verboten.

• Für Editionen ist vorher die Erlaubnis des Archivs einzuholen. Es gelten die entsprechenden Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes. Die Veröffentlichung von Archivalien, die noch lebenden Personen zum Schaden gereichen können, ist untersagt. Der/die Benützer/in ist verpflichtet, nach Beendigung und Drucklegung seiner/ihrer Arbeit, dem Diözesanarchiv St. Pölten ein kostenloses Belegexemplar zu überlassen.

• Verstöße gegen diese Benützungsordnung können die sofortige Ausschließung von der weiteren Benützung des Diözesanarchivs St. Pölten zur Folge haben.